Das zitternde Mädchen im Regen veränderte das Leben dieser harten Biker für immer
Bisher geschehen: Als eine Gruppe harter Biker ein einsames, verängstigtes Mädchen in einer verregneten Raststätte bemerkt, ahnen sie nicht, dass diese Begegnung ihr Leben und ein dunkles Geheimnis der Vergangenheit völlig aufdecken wird.
Ein unerwarteter Fund
Als Marcus an dem zitternden Mädchen vorbeiging, fiel sein Blick auf ein kleines Detail, das sein Herz fast zum Stillstand brachte. Am Hals des alten Teddybären, den das Kind so fest umklammerte, baumelte ein kleiner, zerkratzter silberner Anhänger. Es war kein gewöhnlicher Schmuck. Es war die offizielle Erkennungsmarke ihres Motorradclubs, eingraviert mit einer speziellen Nummer: 04.
Marcus wirbelte herum. Diese Nummer gehörte Erik, ihrem ehemaligen Club-Präsidenten, der vor drei Jahren spurlos verschwunden war. Man hatte damals vermutet, er sei Opfer eines Verbrechens geworden, doch seine Leiche und seine Familie wurden nie gefunden.
„Warte mal, Kleine“, sagte Marcus mit einer ungewohnt sanften Stimme und ging vor ihr auf die Knie. „Woher hast du diesen Bären?“
Das Mädchen sah ihn mit großen, tränengefüllten blauen Augen an, brachte jedoch kein Wort heraus. Bevor Marcus weiterfragen konnte, wurde die Tür der Raststätte erneut aufgestoßen. Ein hagerer, ungepflegter Mann in einem nassen Mantel stürmte herein. Er roch stark nach Alkohol und billigem Tabak.
„Da bist du ja, du ungezogenes Ding!“, schrie er und packte das Mädchen brutal am dünnen Oberarm. „Komm sofort mit, wir verschwinden von hier!“
Das Mädchen wimmerte vor Schmerz und versuchte, sich loszureißen. Jackson reagierte blitzschnell. Seine tätowierte Hand schoss vor und packte das Handgelenk des Fremden wie ein Schraubstock.
„Lass das Kind los. Sofort“, knurrte Jackson mit einer Stimme, die keinen Widerspruch duldete.
Der Mann blickte erschrocken auf, versuchte dann aber, sich mit gespielter Wut aufzubäumen.
„Misch dich nicht ein, Biker! Das ist meine Nichte. Ich habe das Sorgerecht, also verzieht euch!“
„Du lügst“, entgegnete Marcus, der inzwischen aufgestanden war und sich bedrohlich vor dem Mann aufbaute. „Das ist Eriks Tochter. Wo ist er?“
Der Fremde erblasste. Er erkannte, dass seine Tarnung aufgeflogen war. Mit einer schnellen, verzweifelten Bewegung griff er in seine Manteltasche und zog eine kleine, schwarze Pistole. Er riss das schreiende Mädchen vor sich und drückte ihr den kalten Lauf an die Schläfe.
„Keinen Schritt weiter!“, schrie er hysterisch. „Macht den Weg frei, oder ich drücke ab!“
”„Macht den Weg frei, oder ich drücke ab!“