Ein einziger Satz im vollen Rasthof brachte eine dunkle Vergangenheit zurück
Bisher geschehen: Als die Rockerbande das gemütliche Rasthof-Diner besetzt, muss Clara sich ihrer Vergangenheit stellen. Ein geheimnisvoller Stammkunde könnte ihre letzte Rettung sein, bevor alles eskaliert.
Das falsche Spiel wird enthüllt
Jochen genoss die Angst, die er in Claras Augen sah. Er machte einen langsamen Schritt auf sie zu und packte sie fest am Handgelenk, sodass sie leise aufkeuchte. Die anderen Biker traten enger zusammen, um jeden Fluchtweg abzuschneiden. „Glaubst du wirklich, du kannst mich einfach so wegjagen, Clara?“, zischte er mit bedrohlicher Stimme. „Dieses Diner gehört schon so gut wie mir. Dein Vater hat mir vor seinem Tod ein Dokument unterschrieben. Seine Spielschulden sind nun deine Schulden.“
Clara versuchte, ihre Hand aus seinem eisernen Griff zu befreien, doch es war zwecklos. „Das ist eine Lüge! Mein Vater war spielsüchtig, ja, aber er hätte niemals die Existenz seiner Familie aufs Spiel gesetzt!“, rief sie verzweifelt aus. Tränen der Wut und der Hilflosigkeit liefen ihr über die Wangen, während die Biker im Hintergrund dreckig lachten.
In diesem Moment erhob sich Stefan von seinem Tisch. Er wirkte klein und unscheinbar im Vergleich zu den muskelbepackten Männern in Lederwesten, doch seine Schritte waren fest und entschlossen. Er ging direkt auf Jochen zu. „Lass das Mädchen los, Jochen“, sagte er mit einer Stimme, die so ruhig und autoritär klang, dass die gesamte Gruppe augenblicklich verstummte.
Jochen ließ Clara los und wandte sich mit einem amüsierten Schnauben dem Neuankömmling zu. „Und wer bist du? Ihr persönlicher Leibwächter?“, spottete er. Doch anstatt zurückzuweichen, griff Stefan ruhig in seine Sakkotasche. Er holte kein Messer und keine Waffe hervor, sondern ein kleines Aufnahmegerät und eine edle, geprägte Visitenkarte.
Er legte die Karte auf den Tisch. Als Jochen den Namen darauf las, veränderte sich sein Gesichtsausdruck augenblicklich. Das hämische Grinsen wich einer aschfahlen Blässe. Stefan sah ihn eiskalt an und sagte:
„Ich bin nicht ihr Leibwächter, Jochen. Ich bin der Wirtschaftsprüfer, den die Führung deines eigenen Motorradclubs engagiert hat, um das verschwundene Geld aus der Clubkasse zu finden. Und auf diesem Band hier erklärst du deinem Komplizen ganz genau, wie du die Millionen auf dein privates Konto geschleust hast.“
”Und auf diesem Band hier erklärst du deinem Komplizen ganz genau, wie du die Millionen auf dein privates Konto geschleust hast.“