Familiengeheimnisse · Geschichte

Wie ein verzweifelter Vater seine entführte Tochter aus den Fängen der Macht befreite

Wie ein verzweifelter Vater seine entführte Tochter aus den Fängen der Macht befreite — Teil 2
Bild aus dem Originalvideo

Bisher geschehen: Als seine kleine Tochter spurlos verschwindet, nimmt Lukas das Gesetz selbst in die Hand. Zusammen mit seiner Frau und alten Freunden deckt er eine schockierende Wahrheit auf.

Eine tödliche Falle

Noch ehe Lukas Mia auf die Beine helfen konnte, hallte ein langsames, hämisches Klatschen durch den Flur. Aus der Dunkelheit am Ende des Korridors trat eine Gestalt ins flackernde Licht. Es war Klaus, Elenas Vater und ein mächtiger, skrupelloser Geschäftsmann, der die Fäden der Stadt in den Händen hielt. Hinter ihm bauten sich vier schwer bewaffnete Sicherheitsleute auf, die ihre Waffen drohend auf die Biker richteten.

„Ein wirklich rührendes Familiendrama“, spottete Klaus mit einem eiskalten Lächeln auf den schmalen Lippen. „Aber leider wird diese Wiedervereinigung sehr kurz ausfallen.“

Elena sprang auf und stellte sich mutig zwischen ihren Vater und ihre Tochter. „Es ist vorbei, Vater! Wir wissen, was du getan hast! Lass uns gehen, oder wir bringen das an die Öffentlichkeit!“

Klaus lachte nur kalt auf, ein Geräusch, das Lukas das Blut in den Adern gefrieren ließ. „An die Öffentlichkeit? Mit welchen Beweisen, meine Liebe? Für die Welt da draußen seid ihr eine kriminelle Motorradgang, die in eine Schule eingebrochen ist, um ein Kind zu entführen. Ich habe die Polizei bereits verständigt. Sie sind in diesem Moment auf dem Weg hierher.“

In der Ferne ertönte tatsächlich das dumpfe, anschwellende Heulen von Polizeisirenen. Die Falle schnappte unbarmherzig zu. Doch der schwerste Schlag sollte erst noch folgen. Klaus trat einen Schritt vor und blickte Lukas direkt in die Augen.

„Du fragst dich sicher, woher ich wusste, dass ihr heute genau hier sein würdet?“, flüsterte Klaus mit sadistischer Freude. „Es gibt einen Verräter in euren Reihen. Jemand, der mir jeden eurer Schritte gemeldet hat. Jemand, dem du blind vertraut hast.“

Lukas starrte seinen Schwiegervater fassungslos an. Er blickte zu seinen Clubbrüdern, doch deren Gesichter spiegelten nur dieselbe Verwirrung wider. Dann wanderte sein Blick zu Elena. Sie hielt den Kopf gesenkt, Tränen liefen unaufhörlich über ihre Wangen, und sie konnte ihm nicht in die Augen sehen. Ein schrecklicher Verdacht keimte in Lukas auf.

Ein schrecklicher Verdacht keimte in Lukas auf.