Verrat · Geschichte

Wie ein königlicher Verrat meinen eigenen Sohn in die tödliche Arena trieb

Wie ein königlicher Verrat meinen eigenen Sohn in die tödliche Arena trieb — Teil 3
Bild aus dem Originalvideo

Bisher geschehen: Als der König seinen eigenen Sohn in der Arena dem sicheren Tod geweiht sieht, bricht ein Netz aus Lügen zusammen – und ein dunkles Familiengeheimnis kommt ans Licht.

Das Erbe des Lichts

Mit einem letzten, kraftvollen Hieb stieß Helena ihr Schwert tief in das kristallene Herz der Bestie. Das Monster stieß einen letzten, klagenden Schrei aus, bevor es in tausend leblose Steinsplitter zerfiel. Ein betäubendes Schweigen legte sich über das Kolosseum. Niemand wagte zu jubeln. Alle Augen waren auf die schwarze Ritterin und mich gerichtet.

Helena nahm langsam ihren Helm ab. Ihr langes, dunkles Haar fiel ihr über die Schultern, und ihre Augen funkelten voller Entschlossenheit. Sie blickte hinauf zur königlichen Loge, direkt in die Augen unseres Vaters. König Richard sank auf die Knie. Die Tränen liefen ihm über das gealterte Gesicht. Er begriff, dass der Tag der Abrechnung gekommen war.

Thomas, der Verräter, erkannte, dass sein Spiel verloren war. Er versuchte, sich heimlich aus der Loge zu stehlen, doch die Palastwachen, die Helenas wahre Identität sofort erkannten, versperrten ihm den Weg. Helena hatte nicht nur mich gerettet, sondern auch Beweise für Thomas' jahrelangen Hochverrat mitgebracht. Er war es gewesen, der Helena einst verbannen ließ und nun mich töten wollte, um die Thronfolge an sich zu reißen.

König Richard tritt an den Rand der Tribüne und sprach mit zitternder, aber lauter Stimme zum Volk:

„Ich habe gefehlt. Um die Krone zu schützen, habe ich geschwiegen und meine eigenen Kinder im Stich gelassen. Doch heute endet die Herrschaft der Angst.“

Thomas wurde in Ketten abgeführt, und das Volk jubelte nicht über den Tod des Monsters, sondern über die Rückkehr der wahren Erbin. Helena half mir auf und stützte mich, während wir gemeinsam die Arena verließen. An diesem Tag verlor ich den Glauben an die Unfehlbarkeit meines Vaters, aber ich gewann eine Schwester und meine Freiheit zurück. Am Ende zeigt uns das Schicksal, dass die Wahrheit wie das Licht ist: Man kann sie für eine Weile einsperren, doch irgendwann bricht sie sich Bahn und zerstört jede Dunkelheit.

Ende